Gestern

Schon zur Zeit der Hanse waren Schifffahrt und Schiffbau Rostocks bedeutendste Wirtschaftszweige. Auch bis Ende der 80iger Jahre war Rostock das maritime Zentrum der DDR. Für viele Menschen, die hier Arbeit fanden, musste Wohnraum geschafffen werden. So wurde unter anderem am 11. Mai 1954 die AWG Fischkombinat gegründet, die 1956 ihr erstes Bauwerk mit annähernd vierzig Wohneinheiten fertig stellte. Damit konnte die Fischwirtschaft der DDR ihren Beschäftigten endlich eine Alternative zum staatlichen Wohnungsbau bieten.


Trägerbetriebe der Genossenschaft waren:

  • VEB Fischkombinat Rostock

  • VEB Absatzorganisation der Fischwirtschaft

  • VEB Fischwirtschaft Rostock

  • Institut für Hochseefischerei

  • VVB Hochseefischerei

  • Fischerei-Produktionsgenossenschaft

Wohnungen wurden in den Nachkriegsjahren und beim Aufbau der Großbetriebe dringend benötigt, denn die Familien litten unter der allgemeinen Wohnungsknappheit.

Die Idee des genossenschaftlichen Bauens mit Unterstützung der Großbetriebe sollte helfen, Wohnraum zu schaffen. Hinzu kam, daß diese Wohnungen für den Staat relativ billig zu bauen waren, die Kaufkraft abgeschöpft und die Fluktuation aus den Betrieben reduziert wurde.

Um eine Wohnung zu erhalten, waren manuelle Eigenleistungen und die Zahlung von Genossenschaftanteilen erforderlich. Diese Form der Wohnungsbeschaffung war der Bevölkerung ungewohnt und darum anfangs nicht beliebt.

Mitgliederentwicklung 1954 - 1990:

 

 

1954

25

1957

140

1971

1467

1974

1858

1980

2513

1990

3312


Der Wohnungsbau für die AWG Fischkombinat Rostock bis 1990:

1956 - 1958

in Reutershagen I

1958 - 1963

in Reutershagen II

ab 1959

in Großplattenbauweise

1962 - 1965

in der Südstadt

1965 - 1970

in Lütten-Klein

1972 - 1973

in Evershagen

1974 - 1977

in Lichtenhagen

ab 1979

in Groß Klein

1984 - 1990

in Dierkow und Toitenwinkel


Heute

Obwohl die ureigenen Ziele einer Genossenschaft - Schaffung und Bereitstellung von bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung bei gleichzeitiger Sicherheit eines lebenslangen Wohnens und Mitbestimmung des Mitglieds - auch nach der Wende erhalten geblieben sind, so haben sich doch die wirtschaftlichen und gesetzlichen Randbedingungen erheblich verändert.

Genossenschaften sind heute ähnlich organisiert wie andere Wirtschaftsunternehmen.

 

Vorstand                  --->      führt die Geschäfte 
Aufsichtsrat              ---> kontrolliert die Geschäftsführung 
Vertreterversammlung ---> entscheidet über die Grundsätze der Geschäftspolitik 
  

Unsere Wohnungsgenossenschaft bewirtschaftete per 01.01.1991 72 Wohnblöcke mit insgesamt 3237 Wohnungen.
Mit dem Altschuldenhilfe-Gesetz vom 23.06.1993 wurden wir beauflagt, 486 Wohnungen (15 % des gesamten Bestandes) zu verkaufen.

Um die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen, mussten 1998 393 Wohnungen in Groß Klein und Dierkow an die FIDES-Immobilia-Immobilien GmbH verkauft werden. Zwei weitere Wohnblöcke in Reutershagen und in Lütten Klein wurden zu Wohnanlagen mit Eigentumswohnungen umgewandelt und partiell an meist wohnende Mitglieder verkauft.

Mit dem Schreiben der KfW vom 19.09.2001 wurde unserer Genossenschaft mitgeteilt, daß die Verpflichtungen aus dem AHG erfüllt sind und weitere Forderungen aus der AHG gegenüber unserer Genossenschaft nicht bestehen.

Heute präsentiert sich unsere Genossenschaft ihren derzeitigen und zukünftigen Mitgliedern in einer modernen Geschäftsstelle im "Atrium" am Saarplatz. Die Bedingungen für unsere Mitglieder als auch für unsere Mitarbeiter haben sich wesentlich verbessert.

Schwerpunkte unserer täglichen Arbeit sind:

  • das Bemühen der Genossenschaft, ihren Mitgliedern das Wohnen so angenehm wie möglich zu gestalten,

  • die Gewinnung von neuen Mitgliedern unter anderem durch neue Marketingstrategien und dem Neubau von attraktiven Wohnraum,

  • die Entwicklung von umfangreichen Angeboten für das Wohnumfeld, für die Freizeit und insbesondere Angebote für unsere alteren Mitglieder.

Wir können heute unseren Mitgliedern in rund 98 % des Wohnungsbestandes einen zeitgemäßen Standard mit modernisierten Bad und teilweise verglastem Balkon anbieten.
Nahezu alle Wohnungen (außer 1-Raumwohnungen) verfügen über einen Balkon.

Die Neubauten der Genossenschaft in Alt-Reutershagen sind nach modernsten Standard entstanden und bieten ebenso wie die vollsanierten Wohnblöcke in den übrigen Stadtteilen ein ansprechendes Umfeld. Das Wohnen im Krischanweg in Alt-Reutershagen garantiert neben der ruhigen Lage eine sehr gute Verkehrsanbindung und leistungsfähige Infrastruktur. Großzügige, moderne Wohnungen mit Terrasse oder Balkon, offene oder geschlossene Küche zum Wohnraum, ein PKW-Stellplatz je Wohnung sowie ein weitläufig begrünter Innenhof überzeugen.

Besonders stolz macht uns, daß gerade unsere Genossenschaft den Startschuß für die Verschönerung dieses alten und sehr unschön ausgesehenen Gewerbegebietes in Alt-Reutershagen gegeben hat. Mit der ersten Grundsteinlegung am 16.04.1999 in Anwesenheit unseres Oberbürgermeisters, Herrn Arno Pöker, konnte so ein wichtiger Meilenstein zur Geländeumgestaltung im Krischanweg gesetzt werden. Damals sprachen wir noch von einer Vision, hier in den nächsten Jahren Wohnanlagen entstehen zu lassen. Heute ist diese Vision Wirklichkeit geworden.

Am 20. und 21.04.2004, pünktlich zum 50. Geburtstag unserer Genossenschaft, übergaben wir die letzen 44 Wohnungen des sogenannten Baufeldes 6 an die neuen Mitglieder.

Im April 2007 bekamen unsere Mitglieder im sogenannten Baufeld 5 ihre Wohnungsschlüssel, da unsere nächsten 3 Doppel-Stadtvillen mit insgesamt 54 WE im Stadtteil Reutershagen fertiggestellt waren.

Insgesamt schufen wir nach der Wende 155 Neubauwohnungen, die zu 100 % vermietet sind. Zwischenzeitlich sind auch andere Bauträger vor Ort tätig geworden.

Unsere Wohnungsgenossenschaft verfügt zum gegenwärtigen Zeitpunkt über folgenden Wohnungsbestand:

Lichtenhagen

370

Groß Klein

348

Lütten Klein

512

Evershagen

257

Dierkow

66

Toitenwinkel

304

Schmarl

169

Reutershagen

417

Südstadt

498

Nördliche Altstadt

 

20

Gesamt

2961


Insgesamt hat sich die Wohnungsgenossenschaft Marienehe e.G. zu einer zeitgemäßen, modernen Genossenschaft entwickelt. die ihren festen Platz im täglichen Ringen um die Mietinteressenten von Rostock gefunden hat. Dank der umsichtigen und flexiblen Geschäftstätigkeit der Mitarbeiter und des Vorstandes der Genossenschaft konnte die bisherige Leerstandsentwicklung unter dem Durchschnitt der sonst in der Region üblichen Werte gehalten werden (unter 3 %).

Zufriedene Mitglieder und die sich in Grenzen haltende Leerstandsentwicklung zeigen, daß wir mit unseren sozial verträglichen Mieten und den gegenwärtigen Leistungsergebnissen und Serviceleistungen auf dem richtigen Weg sind.


 

377 € Kaltmiete zzgl. NK

75,48 m² Wfl.

3 Zimmer

ImmoNr.26428

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151 € Kaltmiete zzgl. NK

27,44 m² Wfl.

1 Zimmer

ImmoNr.26614

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346 € Kaltmiete zzgl. NK

66,35 m² Wfl.

3 Zimmer

ImmoNr.26282

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